Mitgliederversammlung bestätigt Vorstand
Zuvor hatte Kiegelmann das vergangene Jahr Revue passieren lassen und noch einmal an die Verlegung der „Stolpersteine“ des Kölner Künstlers Gunter Demnig erinnert: „Es ist gut, dass wir damit auch in Frechen ein Denkmal gegen das Vergessen haben, das einen hohen Wiedererkennungswert hat.“ Mit vielen Menschen geht der Vereinsvorsitzende immer wieder die Strecke auf der Hauptstraße ab, auf der sich die Steine beinahe wie an einer Perlenschnur aneinander reihen, zuletzt mit Schülern der Paul-Kraemer-Schule für Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf im Bereich der geistigen Entwicklung. Die Schule hatte in einer Projektwoche das Thema „Nationalsozialismus“ behandelt und Kiegelmann als Fachmann und Zeitzeugen gewonnen. „Die Schüler waren sehr interessiert und haben verstanden, was die ‚Stolpersteine‘ zum Ausdruck bringen. Das war sehr bewegend.“, so Kiegelmann.
Auch Geschäftsführer Martin Bock konnte in seinem Geschäftsbericht viel Positives berichten. Die Mitgliederzahl ist zwischenzeitlich auf 304 gestiegen; damit gehört der Verein zu den größten Kultur tragenden Einrichtungen in Frechen und zu den mitgliederstärksten außerhalb des Sportbereichs. Fast 40 Veranstaltung organisiert der Verein in jedem Jahr; das Jahrbuch 2009 und die Neuauflage von „Wenn alles in Scherben fällt“ sind fast ausverkauft, aber: „Wir planen in diesem Jahr wieder zwei Veröffentlichungen, natürlich das nächste Jahrbuch und eine Dokumentation zur Geschichte des Frechener Bachs.“, erläuterte Bock. Endlich habe auch die Stadt die Arbeit des Geschichtsvereins einmal richtig anerkannt und die Kulturförderung auf 2.000 Euro in diesem Jahr heraufgesetzt. Allerdings scheint nicht jeder in Frechen dem Verein seinen Erfolg zu gönnen: vor ein paar Tagen erreichte eine anonyme Beschwerde das Kulturamt, wonach das Bodendenkmal Töfperöfen in der Broichgasse in keinem guten Zustand sei. „Unsere Denkmalpfleger haben dort 100 Stunden im letzten Jahr gearbeitet, alles ist in besserer Ordnung als je zuvor!“, hielt Bock dem unbekannten Querulanten entgegen.
Insgesamt jedoch kann sich der Geschichtsverein wenige Wochen nach seinem 10jährigen Vereinsjubiläum über die erfolgreiche Entwicklung nur freuen. Das sahen auch die Vereinsmitglieder so, die im Anschluss an die Versammlung beim traditionellen Sommerfest noch einige harmonische Stunden verbrachten.


